
Ich bin ausgebrannt.
Wenn dich Arbeit, Schule oder das Kümmern um andere ausgelaugt hat, fühlt sich Ausruhen nicht mehr nach Erholung an. Fang heute mit einer echten Pause an, auch wenn es nur zehn Minuten sind.
Halt kurz inne
Langsames Atmen
Atme durch die Nase ein und zähl dabei bis 4, dann durch den Mund aus und zähl bis 6. Nur zwei Minuten.
Eine kleine Sache für heute
Wähl eine Sache, die du in 10 Minuten schaffst, zum Beispiel duschen, etwas essen oder ein paar Minuten nach draußen gehen. Das reicht für heute.
Anzeichen von Burnout
Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Burnout als Folge von lang anhaltendem Stress bei der Arbeit, der nicht bewältigt wurde. Meist zeigt es sich so:
- du fühlst dich die meiste Zeit ausgelaugt oder erschöpft
- du gehst innerlich auf Abstand zu deiner Arbeit oder siehst sie nur noch negativ und zynisch
- du schaffst weniger, obwohl du dich sehr anstrengst
Burnout hat mit der Arbeit und mit langen Phasen von Stress zu tun. Wenn du dich außerdem fast den ganzen Tag niedergeschlagen fühlst oder auch außerhalb der Arbeit das Interesse an Dingen verloren hast, kann es auch eine Depression sein. Wende dich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Beratungsstelle.
Eine Grenze für diese Woche
Such dir eine Sache aus, die du schützt: eine echte Mittagspause, eine Uhrzeit, ab der du keine Nachrichten mehr liest, oder einen freien Tag. Erzähl jemandem davon, dann hältst du sie leichter ein.
Häufige Fragen
Ist Burnout dasselbe wie eine Depression?
Nein. Burnout entsteht durch lang anhaltenden Stress bei der Arbeit und betrifft vor allem dein Verhältnis zur Arbeit. Eine Depression betrifft alle Bereiche des Lebens. Beides kann sich überschneiden. Wenn du dich also fast den ganzen Tag niedergeschlagen fühlst, wende dich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Beratungsstelle.
Was bedeutet es, ausgebrannt zu sein?
So beschreiben viele ein Burnout: eine Müdigkeit, die auch Ausruhen nicht vertreibt, dazu das Gefühl, die Arbeit satt zu haben, und dass man immer weniger schafft.
Geschichten wie diese
- Erschöpft vom Job: Tobias und seine Nächte auf Station
Im Bus nach Hause schlief er ein, aber sein Kopf war noch auf Station. So wurden seine Tage langsam wieder leichter.
- Pflege-Burnout: wie Stefanie lernte, sich auszuruhen, während sie ihre Mama pflegt
Nach dem Schlaganfall ihrer Mutter machte Stefanie alles und ruhte nie. Was ihr half, weiter für sie da zu sein, ohne selbst leerzulaufen.
Wie geht es weiter?
Lies auch: Ich kann nicht mehr Bin ich depressiv?